Master Class: Proxmox VE 9.2 - Advanced Administrator’s Hands-On Workshop
(PV9AA)
ZIELGRUPPE
Dieser Workshop richtet sich an Systemadministratorinnen und Systemadministratoren, IT-Architekten, DevOps-Engineers sowie Infrastrukturverantwortliche, die Proxmox VE produktiv betreiben oder einführen möchten. Er eignet sich sowohl für Einsteiger mit Virtualisierungsgrundlagen als auch für erfahrene Fachkräfte, die ihr Wissen zu Clustering, Hochverfügbarkeit und hyperkonvergenter Infrastruktur vertiefen wollen.
VORAUSSETZUNGEN
Grundkenntnisse im Bereich Virtualisierung sind von Vorteil. Teilnehmende sollten über Basiswissen zu Linux-Systemen sowie grundlegende Netzwerkkenntnisse verfügen. Vorerfahrung mit Proxmox VE ist nicht erforderlich – der Workshop führt sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene strukturiert in die Möglichkeiten der Proxmox-Virtualisierung ein und vertieft das vorhandene Wissen.
LERNZIELE
Nach Abschluss des Workshops sind die Teilnehmenden in der Lage,
- Proxmox VE als Single-Node und im Cluster zu installieren, zu konfigurieren und zu betreiben
- virtuelle Maschinen (KVM) und Linux-Container (LXC) bereitzustellen und zu verwalten
- Netzwerk- und Storage-Architekturen inklusive ZFS und Shared Storage zu planen und umzusetzen
- Hochverfügbarkeit, den Dynamic Load Balancer und Live-Migration produktiv einzusetzen
- hyperkonvergente Infrastruktur mit Ceph sowie Software-Defined Networking aufzubauen
- Backup-, Sicherheits- und Automatisierungskonzepte (REST API, Ansible, Terraform) umzusetzen
- Performance zu analysieren und Single-Node- wie Cluster-Umgebungen zu troubleshooten
KURSINHALT
Modul 1 – Proxmox VE Architektur & Installation
- Einführung in Proxmox VE – Architektur, Komponenten und Konzepte
- Single-Node-Bereitstellung – Installation und Basiskonfiguration
- Hardwareanforderungen und Best Practices
- Software-Updates und Repository-Management
- Webbasierte Verwaltung (GUI) und CLI
- Plattformbasis 9.2 – Debian 13.5 «Trixie», Linux Kernel 7.0, QEMU 11.0, LXC 7.0, ZFS 2.4
Modul 2 – Netzwerk & Storage
- Netzwerkarchitektur und Linux Bridge/OVS
- Storage-Architektur – lokaler und gemeinsam genutzter Storage
- ZFS: RAIDZ-Expansion, Snapshots und Performance-Tuning
- VM-Snapshots auf thick-provisioniertem LVM-Storage (iSCSI/FC-SAN) als Volume Chains
- Storage-Replikation und Disaster-Recovery-Konzepte
Modul 3 – Virtualisierung
- KVM – Bereitstellung und Verwaltung virtueller Maschinen
- LXC – Bereitstellung und Verwaltung von Linux-Containern
- Container aus OCI-Images erstellen
- Nested Virtualization
- Cloud-Init und VM-Templates
- Custom CPU Models über die GUI – Verwaltung und CPU-Flags-Selektor
- Secure Boot mit GUI-gestütztem Enrollment (Windows UEFI CA 2023 / Microsoft KEK CA 2023), TPM und VirtIO Best Practices
Modul 4 – Backup, Security & Automation
- Backup-, Restore- und Zeitplanverwaltung
- Authentifizierung, Rollen, API-Tokens und 2FA
- Proxmox VE Firewall (inklusive nftables) und Security Best Practices
- REST API für Ansible und Terraform – Automatisierung bereitstellen
Modul 5 – Cluster & Hochverfügbarkeit
- Clusterarchitektur, Corosync und Quorum
- Clusterinstallation und -verwaltung
- High Availability (HA) und Resource Affinity
- Dynamic Load Balancer (CRS im dynamischen Modus) – Konfiguration und Tuning
- HA-Stack cluster-weit «arm»/«disarm» für Wartungsfenster
- Datacenter Bulk Actions (Tag-basiert)
- Live-Migration – Best Practices
Modul 6 – Hyperkonvergente Infrastruktur
- Ceph-Architektur und -Betrieb (Tentacle 20.2 / Squid 19.2)
- Rolling Upgrades, Health Checks und Recovery
- SDN Fabrics (OpenFabric/OSPF/BGP, WireGuard) und EVPN-Route-Filtering (Route Maps/Prefix Lists, IPv6-Underlay)
Modul 7 – Monitoring, Performance & Troubleshooting
- Performance-Baselining
- Prometheus-/Grafana-Integration
- CPU-Pinning, NUMA, Huge Pages
- Troubleshooting für Single-Node- und Cluster-Umgebungen
- Grundlagen der Migration von VMware-Workloads auf Proxmox VE

